Die Sommerzeit und ihre Tücken

13.03.2018

Die Sommerzeit und ihre Tücken

Jedes Jahr im Frühjahr wird dem Schlafenden durch die Zeitumstellung eine Stunde Schlummer geraubt – sehr zum Unmut der Bevölkerung. Denn laut einer Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit halten drei von vier Befragten das Procedere für überflüssig. Nicht selten gerät die innere Uhr aus dem Takt, viele Menschen fühlen sich tage- oder sogar wochenlang schlapp, unausgeschlafen und müde. Auch die Gesundheit leidet – so steigt die Herzinfarktrate an den drei Tagen nach der Umstellung auf die Sommerzeit um 20 Prozent an. Auch die Schlaganfallgefahr ist erhöht, so ein Studienergebnis der finnischen Universität Turku. Statistiken zeigen, dass das Unfallrisiko am Montagmorgen nach der Zeitumstellung deutlich erhöht ist.

Raus aus der Überreizung

Guter Schlaf ist wichtig für das Wohlbefinden, denn in dieser Phase finden unter anderem wichtige Regenerationsprozesse im Körper statt. Zudem verarbeitet das Gehirn Erlebtes, Unwichtiges wird aussortiert und Wissenswertes gespeichert. Schlafentzug belastet daher auch die Psyche, die innere Anspannung und das Stressempfinden nehmen zu. So fällt erholsamer Schlummer immer schwerer. Es entsteht ein Teufelskreis, der mit Entspannungsübungen, Yoga, Atemtraining oder auch mithilfe eines natürlichen rezeptfreien Arzneimittels durchbrochen werden kann. 

Fakten zur Zeitumstellung

Die Zeitumstellung wurde im Jahr 1980 in Deutschland erneut eingeführt, um das Tageslicht an Sommerabenden besser nutzen zu können und dabei Energie zu sparen. Laut Bundesumweltamt wird dadurch zwar abends elektrisches Licht gespart, in den frühen Morgenstunden besteht allerdings ein erhöhter Heizbedarf. Die Regeln für die Umstellung: Am letzten Sonntag im März – in diesem Jahr am 25. März – beginnt die Sommerzeit, die Uhr wird um eine Stunde vorgestellt. Am letzten Sonntag im Oktober ist Beginn der Winterzeit und die Nacht wird eine Stunde länger.
Foto: djd/Neurexan/Getty

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