Nachteule

Blicke in die Dunkelheit

Das muss man Ingrid Noll lassen: Auch mit 90 Jahren ist sie immer für eine Überraschung gut. Die Pubertät ist ein heikles Thema.  

Auch Luisa steckt mittendrin in diesem Gefühlschaos zwischen Größenwahn, Unsicherheit und erster großer Liebe. In Peru geboren und als Baby adoptiert, wächst sie in einem gutbürgerlichen, wohlhabenden Elternhaus auf. Und sie hat eine besondere Fähigkeit: Luisa kann im Dunkeln sehen.

Niemand darf davon erfahren - so wollen es ihre Eltern. Also muss sie allein zurechtkommen mit diesem Blick hinter die Fassade ihrer scheinbar perfekten Familie. Als sie im nahen Wald einen geheimnisvollen jungen Obdachlosen entdeckt, schließt sie ihn ins Herz. Tim lässt sich von ihr versorgen und sogar verstecken, denn er hat allen Grund, unsichtbar zu bleiben. Er übt eine unheilvolle Faszination auf sie aus. Luisa ahnt die Bedrohung, aber sie gerät immer mehr in ein Netz aus Lügen und Verbrechen.

„Ingrid Noll hat einen ungewöhnlich ernsten Roman geschrieben – erzählt ganz aus der Perspektive dieser 15‑jährigen jungen Frau und in deren Sprache. Sie trifft den Ton einer Teenagerin mit beeindruckender Selbstverständlichkeit. Das ist typisch Noll: weder sentimental noch moralisierend, sondern schnörkellos und spannend.“ Marita Schneider    

Diogenes | ISBN 978-3-257-07349-2

 

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